Schwerlast-Spezialist entwickelt Kesselbrücke für Vestas 2-MW Nacelle
Innovative Lösungen im Bereich Offshore-Schwerlast-Transporte sind die Spezialität der Goldhofer AG aus Memmingen (Bayern). Die Allgäuer Profis haben jetzt ein neuartiges Kesselbrückensystem entwickelt
Goldhofer präsentiert innovatives Transportsystem
Schwerlast-Spezialist entwickelt Kesselbrücke für Vestas 2-MW Nacelle
Innovative Lösungen im Bereich Offshore-Schwerlast-Transporte sind die Spezialität der Goldhofer AG aus Memmingen (Bayern). Die Allgäuer Profis haben jetzt ein neuartiges Kesselbrückensystem entwickelt, mit dem sich auf beeindruckend einfache Weise die neuen Gondeln 2-MW Nacelle Mk6 und Mk7 der Vestas Wind Systems A/S transportieren lassen. Neben neutralem Fahrverhalten, hoher Sicherheit und einfacher Bedienung punktet das Goldhofer-Transportsystem mit Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.
Die Profis für Schwerlast-Transportequipment aus Memmingen entwickelten ihre Innovation in enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von Vestas, dem weltgrößten Hersteller von Windenergieanlagen, sowie dem Transportspezialisten Torben Rafn & Co. A/S. Die dänische Spedition war 1991 der erste Kunde überhaupt, der den neuen Rohradapter von Goldhofer für den Transport von Windkraftanlagen und Turmsegmenten in Auftrag gegeben hatte. „Wenn sich drei ausgewiesene Experten ihrer Branchen an einen Tisch setzten, kann nur etwas Geniales dabei rauskommen. Das neue System besticht durch sein einfaches Handling bei gleichzeitiger Rentabilität“, sagt Stefan Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Goldhofer AG.
Als weltweit einziger Hersteller überhaupt entwickelte Goldhofer ein Transportsystem, das eine außermittige Schwerpunktlage der Gondel sowohl in der Quer-, als auch in der Längsrichtung ermöglicht. Damit hebt sich der Spezialist aus Bayern wieder einmal eindrucksvoll von der Konkurrenz ab. Durch das neuartige System kommen die Nacelle-Gondeln absolut sicher an ihrem Bestimmungsort an. Das Goldhofer-System gewährleistet gleichmäßigen Druck auf die Achsen und stellt ein neutrales Fahrverhalten auch im unebenen Gelände sicher. Konzipiert wurde das Kesselbrückensystem auch für enge Platzverhältnisse. Das seitliche Anbringen und Fixieren der Längsträger ermöglicht eine unkomplizierte Aufnahme der Gondel. Der Vorteil: Rüstzeiten verringern sich und der Einsatz eines Krans ist nicht notwendig. Das Auflegen des Transportrahmens von Vestas und die spielfreie Fixierung durch Steckbolzen machen den Transport sicher, ein Verzurren ist nicht mehr erforderlich. Bei Leerfahrten werden die Längsträger ebenfalls ohne Verzurren auf dem Fahrwerk arretiert und die Querträger einfach zusammengekuppelt. Damit bleibt die Gesamtzuglänge dank der formschlüssigen Aufnahme kurz.
Dass sich die Goldhofer-Brücke auch für andere Transportzwecke einsetzen lässt, beschleunigt die Amortisation der Anschaffungskosten. „Die Brücke punktet durch den flexiblen und wirtschaftlichen Einsatz. In Verbindung mit einem zehnachsigen Schwerlastmodul ergibt sich beispielsweise eine Nutzlast von 95 Tonnen. Damit lässt sich so einiges transportieren“, sagt Stefan Fuchs. Auch die beiden Partner zeigten sich beeindruckt von der Funktionsweise des Goldhofer-Systems. „Die Brücke ist überaus schnell und bedienfreundlich. Vestas zeigte sich begeistert von der kurzen Aufnahmezeit der Nacelle“, sagt Torben Rafn, Chef der dänischen Spedition.
Über die Goldhofer AG
Die Geschichte der Goldhofer AG reicht bis ins Jahr 1705 zurück. Heutzutage zählt die Goldhofer AG mit über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit zu den bedeutendsten Anbietern von Lkw-Anhängern, Schwerlasttransportsystemen und Flugzeugschleppern.
Je nach Länderzulassungsvorschrift kann als 2+4 / 3+5 / 3+6 / oder 4+6 gefahren werden
Der Nacelle-Rahmen schmiegt sich spielfrei an die Längsträger der Brücke
Bei Leerfahrten werden die Längsträger ohne zusätzliche Verzurrung auf der Ladefläche fixiert.